| Haus Menucha | Werkstätte für Religion und Mythologie | Entwicklungsort für weibliche Werte |   
> Jahresgruppen/Ausbildungen |   
> Meditation |   
> Mythologische Tänze |   
> Sonderveranstaltungen |   
> Zielgruppe |   
> Rahmenbedingungen |   
> Anmeldung/Impressum |   
> Fotos |   
> Links für Frauen |   
    Weibliche Mythologie im Haus Menucha

Meditation

Schweigen, Arbeiten, Feiern

Stille ist eine religiöse Lebensqualität. Viele spüren die Sehnsucht, sich der allgegenwärtigen Reizüberfiutung zu entziehen und zum Schweigen zu finden. Auch bei der Suche nach Problemlösungen erwarten wir zu viel vom Reden und zu wenig vom Schweigen. Unausweichlich werde ich im Schweigen auf mich selber reduziert und kann die eigene Wirklichkeit genauer wahrnehmen, wie sie ist und nicht, wie ich sie gerne hätte oder mir und anderen vormache.
Schweigen ist der einfachste und zugleich schwerste Weg zur persönlichen Reife. Es ist der Weg zur eigenen Wahrheit.

Übungen des Schweigens ermöglichen, das ständig vorhandene "innere Geschwätz" wahrzunehmen, das die ersehnte Stille mit Lärm überflutet. Mitten im banalen Arbeitsalltag hilft das bewußte Schweigen, ruhig zu beobachten und zu achten, was in mir ist und geschieht; nichts zu verwerfen, sondern alles zu würdigen und der Beachtung für wert zu halten; mich selber, so wie ich tatsächlich bin, in Empfang zu nehmen und zu schätzen.
Wenn Du den Mut hast, Dir selbst nicht mehr auszuweichen, wirst Du auch das Unangenehme und Abgelehnte als das Eigene erkennen und anerkennen können. Befreit von dem Zwang ständiger Verdrängung brauchst Du es dann nicht mehr an anderen zu bekämpfen.

Die ehrliche Selbstwahrnehmung im Raum der Stille kann Toleranz und Menschenfreundlichkeit in Dir reifen lassen, denn wer sich selbst kennt, wird barmherzig. Schweigen kann Dich zum Frieden anleiten.

In einer der vielen klösterlichen Reformbewegungen haben Trappisten das Schweigen zum Zentrum ihres gesamten religiösen Lebens gemacht. In dieser Tradition werden wir das Schweigen einzeln in der Meditation üben. Die Arbeit wird in schweigender Selbstwahrnehmung geleistet und im Feiern wird unsere Sucht nach individueller Anerkennung aufgelöst in die Freude und Dankbarkeit, gemeinsam tanzend und singend die Wunder der Schöpfung zu preisen.